Skateboard fahren auf dem Tempelhofer Feld

Skateboard fahren auf dem Tempelhofer Feld

Skateboard Workshop Tempelhofer FeldSkateboard Workshop

Der Skateboard Workshop auf dem Skateboard Plaza Tempelhofer Feld Vogelfrei ist ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Frauenmärzes in Tempelhof-Schöneberg. Frauen aller Altersklassen waren eingeladen, sich mit den rollenden Brettern vertraut zu machen und bei strahlendem Sonnenschein, die frische Luft, die Weite des Tempelhofer Feldes und das Gefühl von Freiheit auf vier Rollen zu genießen.

In zwei Workshops zeigten erfahrene Skateboarder den Teilnehmerinnen Tipps und Tricks für das Skateboarden. Ich fragte eine der Lehrerinnen, ob es wichtig sei, dass Frauen unter sich trainieren. „Nein,“ sagt Sie. „Darauf kommt es eigentlich nicht an. Wichtig ist nur, dass man am Anfang einen Ort hat, an dem man üben und austesten kann. Auf den Skateanlagen muss man sich durchsetzen, sonst wird man umgefahren und dafür muss man erst einmal trainieren.“

Später frage ich den Skateboarder Mack McKelton, ob es einen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Skateboardern gibt? Er überlegt einen kleinen Moment und sagt dann lächelnd: „Eigentlich gar nicht. Nur eine Sache fällt mir ein. Frauen unterschätzen sich häufiger und Männer überschätzen sich häufiger.“ Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen und frage weiter, welche Voraussetzungen man für das Skateboarden mitbringen sollte. „Lust am Fahren, das ist das Wichtigste. Und es ist auch gut, wenn man sich nicht alles beibringen lässt, sondern Tricks selber herausfindet. Und man braucht Gedult. Viele denken – cool, toller Trick, das mache ich auch und sind dann enttäuscht, wenn es nicht sofort klappt. Aber es braucht eben Zeit. Du fängst auf gerader Strecke an, dann nimmst du dir die erste kleine Schräge vor, dann die nächste oder Stufen, du fängst bei einer Stufe an, dann zwei und so weiter. Das braucht Zeit. Das coole ist, jeder kann das schaffen, egal welches Alter. Erfolge siehst du, wenn du es wieder und wieder ausprobierst und dich Stück für Stück steigerst.“ Ich frage ihn, wie lange er schon fährt und was er daran mag. „Seit 19 Jahren und von all dem Offensichtlichen abgesehen, finde ich gut, dass ein Skateboard auch im Alltag praktisch ist. Du hast dein Auto zum Beispiel auf einem riesigen Parkplatz abgestellt und kannst dein Skateboard rausholen und mußt nicht die ganze Strecke laufen.“

Nach den rosigen, gut gelaunten Gesichtern der Teilnehmerinnen zu urteilen, waren die Workshops ein voller Erfolg.

Skateboarderinnen gibt es heute auch im Kino im Rathaus Schöneberg zu sehen. Der Film „Four Wheels and a Board in Kabul“ unter der Regie von Kai Sehr, wird gezeigt.

Four Wheels and a Board in Kabul

Mehr als die Hälfte der afghanischen Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre alt; die Zukunft des Landes. Mädchen dürfen nicht Fahrrad fahren, aber skaten. Die Chance für Skateistan, eine etwas andere Schule in Kabul.

Not long ago OLIVER PERCOVICH and SHARNA NOLAN arrive in Kabul with little more than a couple of skateboards. in a country where children constitute more than half the population, they soon discover, that their boards draw local children like a magnetic force. After beginning regular skateboarding sessions in an abandoned fountain, one of the few smooth surfaces in Kabul, local boys and girls from the streets start to join them on a daily basis. These initial encounters, informal at first, eventually lead to the foundation of Skateistan, Afghanistan’s first co-educational skateboarding school. The film tells Skateistan’s story and how how a group of amateur- and pro skaters bridge ethnic-, religious and socio-economic barriers to bring hope to the children of a war-torn country – with the help of four wheels and a board.Skatistan the movie

 

DER SKATEBOARDWORKSHOP IN BILDERN

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Text & Fotos: Ellen Paschiller